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Bei der Feintool Teile & Komponenten AG im schweizerischen Lyss sind derzeit 350 aktive Werkzeuge im Einsatz und es stehen zwei bis drei Auftragswechsel pro Tag an. Oberste Priorität hat deshalb die effiziente Nutzung der Maschinen. Mit dem MDE-System bisoft 8 .net der gbo datacomp GmbH sollen deshalb zunächst Stillstands- und Rüstzeiten transparenter gemacht und die Fehlerquote eliminiert werden, um so die Produktivität zu steigern.

MDE-Systeme gehören in der Blechbearbeitung noch längst nicht zum Alltag, obwohl auch hier mehr Transparenz zu kürzeren Durchlaufzeiten und höherer Produktivität führen sollte. Im Gegensatz zur spanenden Bearbeitung bedeutet aber in der konkreten Feinschneidtechnologie durch den Einsatz von Mehrfachwerkzeugen, dass ein Hub nicht gleich ein Teil ist.

Bei Feintool sind dennoch derzeit neun Feinschneidpressen damit ausgerüstet. Und selbst für die zirka zehn Weiterverarbeitungsprozesse sollen noch weitere sieben Maschinen mit dem MDE-System bisoft 8 .net ausgerüstet werden. Dazu zählen unter anderem vier manueller Arbeitsplätze im Verpackungsbereich sowie diverse Rundtakt- und Entgratmaschinen. Stephan Boda, Produktionsingenieur bei der Feintool Teile & Komponenten AG:

„Wir haben im MDE-System einen Artikelstamm, bei dem die Vorgabewerte pro Werkzeug hinterlegt sind. Es werden Hübe, Stückzahlen und der Ausschuss erfasst. Zudem erfassen wir die Taktzeiten der Maschinen, die Auswertung der Produktionszeit (TE) und der Rüstzeit (TR). So lassen sich problemlos die Auslastungen der Maschinen bestimmen sowie die Stück-, Rüstzeiten und die Vorgabe mit den tatsächlichen Zeiten gegenüber stellen.“

Diese Daten helfen den Produktionsleitern gezielt Massnahmen zu ergreifen, wo es notwendig ist. Weiteres Optimierungspotential liegt aus Sicht von Stephan Boda und Gregor Mast, zuständig für PPS, darin, das System an SAP zu koppeln. Diese Schnittstelle ist aber für den Herbst 2007 geplant. Das heißt, die Auftragsdaten im System sollen dann auch die jeweiligen Auftragsstadien aufzeigen. Selbst wenn es sich bei dem derzeit installierten System um eine reine Maschinendatenerfassung handelt, so sieht Gregor Mast bereits jetzt messbare Vorteile:

„Das System zeigt uns recht transparent, wo wir an unseren Grenzen sind und wo anderseits noch Kapazitäten frei sind. Zum anderen können wir mit dem System die bisher dokumentierten Zeiten abgleichen.“

Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang, dass bisoft 8 .net diese notwendigen Features bereits in der Standardversion beinhaltet. Hierzu zählen Schichtprotokolle, Produktionsanalyse, Mengengrafiken oder auch der Artikelstamm. Wenn also schichtweise und nicht auftragsbezogen ausgewertet werden soll, ist dies ohne große Umstellung möglich. Freilich sind zu Beginn noch zahlreiche anwenderspezifische Einstellungen notwendig, aber die Parametrierungen laufen problemlos online. Danach wird wie bei Feintool der Feinschliff oder Änderungen wie beispielsweise die diffizile Auswertung von auftragslosen Zeiten vorgenommen. Zusätzlich wurde noch die Auswertung der Auftragsabwicklung und Auslastung eigens für Feintool entwickelt.

Kurzum: Das System beginnt mit der Installation zu leben.

 

Interner Wettbewerb führt zu mehr Produktivität

Die Losgrößen zwischen 50 (bei Erprobungen bzw. Bemusterungen) und 100.000 Stück, die dreischichtige Fünf-Tage-Woche oder die Kraftbereiche zwischen 25 bis 10.000 KN bei mehr als 350 aktiven Werkzeuge - auch Mehrfachwerkzeugen - waren in Lyss ohne große Schwierigkeiten schnell und einfach zu handhaben. Im August 2006 wurde mit der Installation von bisoft 8 .net begonnen, im Oktober 2006 war es bereits produktiv im Einsatz.

Das größere Problem dagegen war, dass es bereits das zweite MDE-System war, das eingeführt werden sollte. Das erste System war recht wartungsintensiv und mit aufwändigen Touchpanels versehen. Eigenschaften die bei den Bedienern nicht gerade für Frohsinn gesorgt hatten. Das gbo-datacomp-System musste also schnell und einfach bedient werden können. Die notwendigen Terminals wurden direkt an der Steuerung, also im Blickfeld des Bedieners positioniert. Stephan Boda sieht diese Veränderungen durchweg positiv:

„Obwohl sich einige Mitarbeiter zu Beginn vor der Transparenz etwas gefürchtet haben, hat sich der Einsatz sehr positiv entwickelt. Es hat mittlerweile sogar dazu beigetragen, dass untereinander ein Produktivitätswettbewerb entstanden ist. Allerdings werten wir ja maschinen- und nicht personenbezogen aus. Unabhängig davon, weiß jeder wer wann an welcher Maschine arbeitet“.

Die Standardausführung mit kleinen optionalen Erweiterungen arbeitet also in der Schweiz zur Zufriedenheit aller. Neben der Transparenz konnten damit aber auch messbare Zeit- und Kosteneinsparungen erzielt werden. Dazu Gregor Mast:

„Wir konnten bislang die Ursachen für Ausfallzeiten nicht näher definieren. Wenn wir das nun an Hand der Auswertungen feststellen, wird das untersucht. Dabei fanden wir einige Problemwerkzeuge. Die werden dann konstruktiv überarbeitet und entsprechend optimiert.“

Zeit- und Kosteneinsparung konnten aber auch bei der Materialzuführung erzielt werden. Auf Grund der Auswertungen stellte sich beispielsweise heraus, dass für bestimmte Aufträge die Coils zu klein waren und zu häufig gewechselt werden mussten. Alles in allem war die Investition für die Feinschneidspezialisten also durchweg profitabel. Weitere Ausbaustufen, wie die SAP-Schnittstelle und die damit verbundene Auftragsplanung im bisoft-System sind geplant.

 

Feintool Teile & Komponenten AG

Die Feintool Teile und Komponenten AG Lyss, ging aus der früheren Feintool AG Lyss hervor. Ursprünglich als Versuchs- und Vorführstanzerei betrieben, hat sich die Firma im Laufe der Zeit zu einem leistungsfähigen Hersteller anspruchsvoller Feinschneidteile entwickelt. Heute beschäftigt der Betrieb über 90 Mitarbeitern und 9 Feinstanz- und Umformpressen im Kraftbereich von 250 bis 10.000 KN und verfügt so über einen leistungsfähigen, modernen Maschinenpark, bestehend aus Feinschneidpressen bis 10.000 KN, einer Doppeldiskusanlage, diversen Schleifanlagen sowie Entgrat- und Waschtechnik.

Die Feintool Teile und Komponenten AG Lyss besitzt spezielles Fertigungsknow-how für die Herstellung von Ventilplatten, Kettenräder und Teile mit anspruchsvollen Verzahnungen und Geometrien.


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