Redaktion Lerch - Reutestraße 29, 70794 Filderstadt

Telefon: +49 0711 4 14 87 55 | Telefax: +49 0711 4 14 87 54

E-Mail: info@redaktion-lerch.de

Teaser

Auch das interessiert die Leser.

Hier finden Sie Artikel, die ich in meiner Eigenschaft als Chefredakteur oder auch freier Redakteur für Fachzeitschriften verfasst habe:

Sie wollen "Hallo" sagen?

Sehr gerne beantworten wir Ihre Fragen.

Mit MDE online ins ERP

Xl-Large

Gesamtlösungen sind gefragt. Das gilt auch wenn es um Maschinen –und Betriebsdatenerfassung in Kombination mit Warenwirtschaftssystemen geht. Das Unternehmen Werkzeugtechnik Plettenberg GmbH & Co. KG setzt dabei auf das ERP von Mitan und bei der MDE/BDE auf die bisoft .NET von gbo datacomp. Mit messbarem Erfolg wie sich zeigt.

„Das erste was ich morgens mache, ist in bisoft.NET zu überprüfen was nachts hinsichtlich Rüstzeiten, Maschinenstillstandszeit etc. gelaufen ist“

So Cornel Müller, Geschäftsführer der Werkzeugtechnik Plettenberg. Diese Transparenz, die Cornel Müller auch in einem Werkzeug- und Formenbau erwartet, sieht er bei zunehmenden Wettbewerb zur Sicherung des Standortes Deutschland als selbstverständlich. Vor Einführung der ERP- und MDE Systeme wurde mit einem System auf DOS-Basis ohne Visualisierung gearbeitet.

Zahlreiche Probleme waren die Folge und deshalb reifte der Entschluss ein neues System einzuführen. Für die Plettenberger Werkzeugbauer war klar, dass es im 21. Jahrhundert eine ganzheitliche Lösung aus ERP und MDE/BDE sein musste. Die dynamics it GmbH mit Standorten in Düsseldorf und Plettenberg verantwortlich für Consulting, Projektierung, Installation Schulung und Vor-Ort-Betreuung. präsentierte dann die Komplettlösung.

Das ERP-System wurde im Februar 2007 installiert, die MDE- / BDE-Software bisoft.NET folgte im November 2007. bisoft.NET basiert auf den neuesten Technologien von Microsoft (.NET) und arbeitet datenbankunabhängig. Mittlerweile werden 22 Maschinen in der MDE erfasst. 14 Datenerfassungsterminals GD5000, davon 3 als 2-Maschinenterminals und 6 Softwareterminals sind im Einsatz. Die erfassten Daten werden in bisoft.NET visualisiert. Die bis dato von Hand aufgezeichneten Maschinenlaufzeiten erzielten fast immer 100% der Vorgabezeiten.

Nach Einführung der BDE zeigt sich jetzt wo die tatsächlichen Potenziale stecken. Heinrich Symanzick, projektverantwortlich bei der WTP für dynamics it, sieht die besonderen Vorzüge des System aber auch im Detail:

„Wir haben damit nicht nur die absolute Maschinenkontrolle sondern können selbst Soll- und Ist-Daten der Spindellaufzeiten erfassen und damit auch Garantie und Wartungszeiten nachweisen. Zudem lassen sich die Daten von bisoft.NET über eine online-Schnittstelle ins ERP-System einspielen und zur Nachkalkulation nutzen.“

Wird ein Auftrag im ERP-System angelegt, werden sofort alle notwendigen Stammdaten in bisoft.NET übertragen. Mit der durch die AV erstellte Arbeitskarte geht der Werker an die Maschine, meldet sich mit Hilfe seines Dongle als Personal und den Auftrag durch einscannen des Barcodes auf der Arbeitskarte an dem Terminal an. Die in bisoft.NET aufgezeichneten IST Zeiten werden über eine bidirektionale Schnittstelle in das ERP-System zurückgemeldet. So lässt sich über bisoft.NET auch eine Auftrags- oder Arbeitsfolgenanalyse durchführen obwohl diese im ERP angelegt sind.

Einziger Unterschied: Informationen über Arbeits-, Rüst- und Programmierzeiten werden von bisoft .NET auf die Minute genau erfasst, die monetäre Bewertung für die Nachkalkulation muss im ERP erfolgen.

 

Der Schub nach vorn

18 Monate nach der Installation wird das System in Plettenberg sowohl im Werkzeugbau sowie in der Lohnfertigung eingesetzt. Längst hat man das System den eigenen Vorstellungen entsprechend angepasst, kontinuierlich optimiert. Für Cornel Müller kommt der Appetit ohnehin beim Essen:

„Wir bekommen ja regelmäßig unsere Updates. Da entstehen automatisch immer wieder weiterführende Ideen. Zudem haben wir ja auch ältere Maschinen. Da war die Anbindung nicht ganz so einfach. Ein Beispiel hierfür war eine Produktionsmeldung sobald sich die Spindel zu drehen begann. Wurde die Maschine nur angefahren um das Werkstück zu vermessen gab es eine ungewollte Produktionsmeldung. Daraufhin wurden die Einstellungen geändert. Jetzt schaltet das 24 V-Signal erst, wenn die Spindel dreht, die Steuerung in den Automatikmodus schaltet und eine Achse verfahren wird. Die richtigen Kombinationen von Signalen ergibt immer die gewünschten Meldung.“

Neben den 14 Datenerfassungsterminals arbeiten die Verantwortlichen auch mit Bildschirmterminals, die über Maus und Rechner gesteuert werden. Diese Variante ist dann sinnvoll, wenn Maschinenfunktionen wie der Palettenwechsler vorhanden sind. Das Editieren an der Maschinensteuerung wird parallel in der MDE als IST Zeit aufgezeichnet. Solche Erfahrungen mussten die Verantwortlichen in Plettenberg natürlich erst sammeln. Auf Grund des kontinuierlichen Aufbaus aber lässt sich schon heute feststellen, dass deutliche Steigerungen beim Nutzungsgrad der Maschinen feststellbar sind. Dies gilt vor allem in der Serienbearbeitung und dem Einsatz von Palettenwechslern.

Die Produktivität bei der Herstellung eines einzelnen Schmiedegesenks dagegen lässt sich kaum beziffern. Die Transparenz über Produktion, Rüstzeiten, Werkzeugwechsel oder Reparaturen ist für Cornel Müller aber nur eine Seite der Medaille:

„Letztendlich geht es doch auch um unsere Arbeitsplätze und damit auch um ein faires Lohnniveau. Das sehen inzwischen trotz anfänglicher Belastung auch unsere Mitarbeiter so. Wendet man das System richtig an, ist damit durchaus auch eine Motivation möglich.“

 

Die Werkzeugtechnik Plettenberg GmbH & Co KG

Die Werkzeugtechnik Plettenberg GmbH & Co KG (WTP), ehemals Biecker Stahlformen, fertigt auf einer Fläche von 12.000 m2 seit über 80 Jahren mit derzeit 67 Mitarbeitern Gesenke und Formen aus speziellen Werkstoffen für die nationale und internationale Schmiedeindustrie.

Zusätzlich umfasst das Leistungsangebot der WTP die Zerspanung von komplexen Einzel- und Kleinserienprodukten im Lohnauftrag auf hochmodernen 5-Achs CNC Bearbeitungszentren. In der rotationssymmetrischen Bearbeitung können Werkstücke bis 2500 mm und 25 Tonnen, im Fräsbereich können Werkstücke mit einer Gesamtlänge von bis zu 12 m und einem Gewicht von bis zu 35 Tonnen in der ganz aktuell aufgebauten Laterafräsmaschine 30KCU-12000-AR von Zayer bearbeitet werden.

 

Interessantes am Rande

Bei der Werkzeugtechnik Plettenberg sind neben der bisoft MDE/BDE auch die Personalzeiterfassung PZE100sowie die Zugangskontrolle GD9200 aus Produktportfolio des MES-Anbieters gbo datacomp installiert und werden durch dynamics IT vor Ort betreut.


Website besuchen »