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Standzeiten in neuen Dimensionen

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Standzeiten bei Werkzeugen sind ein leidliches Thema. Jeder Werkzeughersteller besitzt hier angeblich die „Wunderwaffe“. Dass die OSG GmbH mit der neuen Beschichtung WXS aber einen Volltreffer hinsichtlich des Schlichtens beim Modellbau Krämer+Grebe in Biedenkopf-Wallau landen konnte, bestätigt uns Hans Klein, der Leiter der mechanischen Bearbeitung.

Selbstverständlich wurden die Tests mit Fräsern von verschiedenen Herstellern gefahren und auch bei den Schnittparametern haben sich die Verantwortlichen bei allen Werkzeugen immer an den Erfahrungswerten orientiert. Weniger selbstverständlich dagegen war das Ergebnis. Nach den Tests, das waren zirka 40 Stunden kontinuierliches Schlichten, konnte Hans Klein im Gegensatz zu allen anderen Fräsern am OSG-Fräser keinerlei Verschleiß feststellen.

Im Detail ging es darum, ein Werkstück, Werkstoff 1.2344, 46 HRC komplett und konturgenau zu schlichten. Eine Bearbeitung, die in Biedenkopf-Wallau häufig vorkommt. Auf Grund der zahlreichen Taschen, Rundungen und damit teilweise umfangreichen Schlichtarbeiten mussten die Modellbauer beim Einsatz herkömmlicher Fräswerkzeuge bislang entweder die Schnittparameter reduzieren oder auch das Werkzeug wechseln. Ein weiteres Problem, das bei Krämer + Grebe häufig auftritt, sind die großen Auskraglängen der Werkzeuge.

So war im konkreten Beispiel ein Auskraglänge von 6xD erforderlich. Die Schnittwerte, die OSG (wie nahezu alle Werkzeughersteller) angibt, gelten allerdings nur bis Auskraglängen von 4xD. Folgedessen mussten Hans Klein und Hans-Ulrich Blöcher, zuständig im technischer Verkauf bei OSG, die Schnittparameter mit entsprechenden Koeffizienten neu rechnen.

Während OSG bei dem Kugelfräser R5, bei einer Härte von 45 bis 55 HRC, eine Drehzahl von 9.550 min-1 und einen Vorschub von 2.650 mm/min empfiehlt, wurden für diese Auskraglänge Drehzahlen von 5.800 min-1 und ein Vorschub von 3.200 mm/min! bei einem Aufmaß von 0,15 mm gewählt.

Dazu Hans Klein:

„Wir sind bei unseren Test schon an die obere Grenze gegangen. Allerdings muss ich sagen, wir hatten bei den anderen Fabrikaten, die übrigens alle in der Champions League spielen, nicht die halbe Schnittleistung des OSG-Fräsers. Alle Ebenen waren absolut sauber die Oberflächen wirklich erstklassig. So etwas habe ich bislang nicht erlebt.“

Nachdem OSG mit der WXS-Beschichtung in diesem Test überzeugen konnte, ging Hans Klein in der Praxis allerdings ans Eingemachte. Er wollte wissen, wie weit er mit diesem Fräser gehen konnte:

„OSG sollte jetzt mal besser nicht mithören. Wir haben mit dem Fräser ein Werkstück komplett geschlichtet. Das waren zirka 60 Stunden und haben dann noch mit dem nächsten Werkstück begonnen. Erst nach fast 100 Stunden konnten wir erste Verschleißerscheinungen feststellen.“

 

Eine Wunderwaffe – mit der richtigen Frässtrategie

Bei derart überzeugenden Werten stellt sich die Frage nach dem Preis der Fräswerkzeuge. Um hier eine objektive Gegenüberstellung zu erreichen, ist es natürlich notwenig, ausschließlich Werkzeuge mit ähnlichen Schnittdaten zu vergleichen. Nach Auskunft von Hans-Werner Christ, dem technischen Leiter bei Krämer + Grebe gibt es in diesem Segment vier Wettbewerber zu OSG:

„Wir haben bei allen vier Herstellern preislich nahezu die gleiche Ausgangssituationen. Es mag sein, dass der ein oder anderen zwischen 10 bis 15 Prozent darunter liegt. Fakt ist aber durchgängig, dass der OSG-Fräser bis zu 30 Prozent mehr leistet bzw. die Standzeit entscheidend länger ist.“

Bei allen Vergleichen ob Schnittleistung, Preis-Leistung oder Standzeit, gibt Hans-Werner Christ aber noch einen ganz wichtigen Aspekt zu bedenken:

„Der Fräser ist das eine, wenn aber die Frässtrategie nicht stimmt, kann auch der nicht zur Wunderwaffe werden.“

 

Das Unternehmen Krämer + Grebe im Fokus

Krämer+Grebe gilt als einer der innovativsten Konstrukteure und Hersteller von Gießereieinrichtungen. Längst zählt das Unternehmen zu den Marktführern für Werkzeuge „rund um den Motor“. Die Kunden des Unternehmens sind deshalb nahezu alle namhaften Automobilhersteller sowie große Aluminium- und Grauguss-Gießereien.

Die besondere Stärken sieht Krämer+Grebe in Entwicklungen von Hightech Modelleinrichtungen. Dabei geht es um Kernformwerkzeuge, Kokillen, Sondermaschinen und Handlinggeräte für die Serienfertigung wie auch Vorserien-Einrichtungen zu Versuchszwecken.

 

Nebenbei bemerkt

Hans Klein, Leiter der mechanische Bearbeitung:

„Beim ersten Versuch gab es noch Probleme. Als wir dann aber die Schnittparameter der Auskraglänge von 6xD angepasst hatten, konnte der Fräser wirklich überzeugen.“

Hans-Werner Christ, technischer Leiter:

„In unserem Modellbau sind diese Auskraglängen an der Tagesordnung. Deshalb ist es uns aber auch wichtig, dass der Schlichtvorgang ohne Unterbrechung vonstatten geht.“

 

Interessantes am Rande

Bei der WXS-Beschichtung von OSG handelt es sich um eine Nanobeschichtung. OSG verspricht damit die effiziente Bearbeitung von Härten bis 70 HRC und eine thermische Beständigkeit bis 1.300° C. Bei gebundenen Werkzeuge bewegen sich die standardisierte Toleranzen bei OSG mittlerweile im µm-Bereich.


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