Redaktion Lerch - Reutestraße 29, 70794 Filderstadt

Telefon: +49 0711 4 14 87 55 | Telefax: +49 0711 4 14 87 54

E-Mail: info@redaktion-lerch.de

Teaser

Auch das interessiert die Leser.

Hier finden Sie Artikel, die ich in meiner Eigenschaft als Chefredakteur oder auch freier Redakteur für Fachzeitschriften verfasst habe:

Sie wollen "Hallo" sagen?

Sehr gerne beantworten wir Ihre Fragen.

Zahn um Zahn – High-Tech im Großen

Xl-Large

In der Metallzerspanung verlangen Anwender nach präzisen Werkzeugen mit langen Standzeiten. Das gilt auch für den Bereich Kreissägeblätter. Hier werden seit geraumer Zeit für hochfeste Werkstoffe PKD-bestückte Schneiden eingesetzt. Dem Unternehmen AKE Knebel GmbH & Co.KG in Balingen ist es gelungen, das weltweit größte PKD-Sägeblatt mit einem Durchmesser von 1300 mm herzustellen.

Die Alcan Singen GmbH gilt als einer der führenden Hersteller von Aluminium-Profilen. Diese Profile werden auf einer der größten Strangpressanlage Europas bearbeitet. Nach dieser Umformung müssen die Profile auf die entsprechenden Längen gesägt werden. Mit der Zerspanung von hochfestem Aluminium allerdings begannen die Probleme.

Beim Sägen mit konventioneller Hartmetallbestückung war das Sägeblatt nach dem dritten Schnitt am Ende. Herausforderung für AKE war es nun, für die überdimensional große Kreissägemaschine auf der Profile bis 400 mm gesägt werden, eine adäquate Lösung zu finden. Das heißt, auf der Maschine müssen künftig sowohl Hartmetallsägeblätter mit einem Durchmesser von 1800 mm, sowie wie Diamant-Sägeblätter eingesetzt werden können.

Die Lösung kam von der AKE Knebel GmbH & Co. KG in Balingen: ein Sägeblatt mit PKD bestückten Schneiden und einem Durchmesser von 1300 mm ! PKD ist zwar sehr schlagempfindlich, jedoch ein Schneidstoff, der diese Aluminiumlegierung sehr gut trennen kann. Die Schwierigkeit für den Hersteller bestand allerdings in der Fertigung dieses überdimensionalen Sägeblattdurchmessers. Dazu Lothar Schneider, zuständig für die Anwendungstechnik bei der AKE Knebel GmbH & Co. KG:

„Im Zuge dieses Projektgeschäfts bei der Firma Alcan haben wir zunächst eine Machbarkeitsstudie erstellt und die ersten Feld-versuche auf kleineren Sägeanlagen gefahren. Unsere Ergebnisse haben gezeigt, dass die Anwendung funktioniert. Nun ist es aber so, dass Diamantwerkzeuge erosiv zu bearbeiten sind. Die am Markt verfügbaren Erodiermaschinen haben jedoch nur Arbeitsflächen bis maximal zirka 850 mm. Diese Aufgabenstellung konnten wir nur durch unser entsprechendes Know-how im Maschinenbau lösen.“

Die Herstellung des Sägeblatts mit 1300 mm Durchmesser hat den Sägeblatt-Spezialisten aber am wenigsten Bauchschmerzen bereitet. Es war vielmehr die Kreissägemaschine mit den Schwingungen und die Schlagempfindlichkeit des PKD. Außerdem musste man bei dieser Größe natürlich auch die Spannungen im Werkzeug mit Dehnungsschlitzen, Wärmebehandlung etc. in den Griff bekommen.

Die Verantwortlichen bei AKE Knebel haben diese spezifische Anforderung erfolgreich gemeistert. Dem wirtschaftlichen Erfolg dieses High-Tech Sägeblatts kann aus Sicht des Produzenten, bei fachgerechtem Einsatz nichts entgegenstehen. Eine neue Technologie, welche sehr schnell Furore machen wird und den Markt in Bewegung hält.

 

Interessantes am Rande

Das Unternehmen AKE Knebel empfiehlt aus Gründen der Wirtschaftlichkeit ab einer 25-fachen Standzeitverlängerung Sägeblätter mit PKD bestückten Schneiden.

Der Werkzeugwechsel nimmt im konkreten Einsatzfall zwei Stunden für den Aus- und Einbau des Sägeblatts in Anspruch.


Website besuchen »